Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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Z4§ Märgel.

welcher tiefer lie.it, wird erst bann angegriffen,wenn der höherliegende bereits gänzlich wegge-krochen ist.

Die losgemachten größer» Stücke werdenin kleinere, zu ^ bis 5 und 6 Pfund schwer zer-schlagen, in Haufen zusammengesetzt und klafter-weise verkauft. Die Partheyen, welche ihn kau-fen, führen ihn auf einen bequemen Ort, undlassen ihn so lanae an frevcr ruft liegen, bis er, zu einer lockern Erde zerfallt. Diejes Zerfallennennt der gemeine Mann in Oberösterreich ab-faulen. Ist er nun locker genug, ss führt manihn zu seinem verschiedenen Gebrauche auf dieFelder, und er thut in diesen Landern so guteDienste, daß der Bauer versichert, er hatte oh,ne Märgel, um den dritten Theil eine schlechtereAernke zu hoffen, lind in der That giebt eshier auch Gegenden, die die Wahrheit dessenbeweisen, wo man wegen der weiten Entfer-nung und der daher entstehenden Kostbarkeit desMärgelö denselben nicht anwendet.

Wie aus dem Vorhergehenden erhellet, sosehen diese Märgelgruben einem gemeinen Stein-bruche sehr ähnlich, und es wäre daher überflüs-sig, über dessen Anlage einen Riß beyzuiügen.Sie ist die einfachste von der Welt, und hatfolgende Vertheile:

r) Ist sie am wohlfeilsten zu bearbeitenund zu unterhalten. Sie braucht keine Zimme-rung, keine Stollen und keine Wasserkünste;die Wasser fließen meist an den Seitenwandenherab, und die Luft äußert schon vorläufig ihrezerstörende Kraft auf den Margel.

2) Durch eine solche Gewinnungsart wirddie Grube für die Arbeiter am wenigsten gefähr-lich. Sie arbeiten immer am Tage und am

Ab-