Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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Märgel. 347

Abhänge eines Hügels, und haben folglich nieeinen Einsturz zu befürchten, und

z) ist die Verführung des Mäcgels bey ei«ncr solchen Grube sehr erleichtert, besonders wennsie an der Straße angelegt ist. Ist die Grubeaber am Ufer eines Flusses, der zwischen tiefenAbhängen fortlauft, wovon man bey Stadel ohn-weit Lambach ein Benspiel hat, so bringt manden Marge! mittelst eines Auszuges auf die Ober-fläche des Bodens; man hat nähmlich an derHöhe des Ufers einen Aufziehhaspcl angebracht,an besten Welle ein Seil läuft, und an welchemzwey Schubkarren, bergmännisch Hunde genannt,befestigt sind. Diese Schubkarren werden nunmit Marge! gefüllt, und so wie der Haspel ge-dreht wird, läuft ein Hund auf zwey Latten,die Farrh genannt, hinauf, und der leere zu-rück herab. —

Aus dem, was ich über die Gewinnung desMergels in Bayern und Obcrvstcrreich hier bey-gebracht habe, laßt sich begreifen, daß die Anle-gung einer solchen Margelgnibe eben so wenigkoste, als die Unterhaltung derselben.

Vier Taglöhner, denen man 12 bis 15Kreutzer bezahlt, sind im Stande binnen z und5 Tagen, auf eine Distanz von 20 Klafter inder Länge und 5 Klafter Höhe die Dammerdeund Sand wegzuräumen, und mittelst dieser Ar-beit die Grube zum nöthigen Gebrauche vorzu-richten.

Die Unterhaltung der Grube besteht in nichtsanderm, als daß man die Dammcrde, Sandoder Lrcceia, so etwa über die Margcllagen her-abzusitzen anfangen, wegräumt, und folglich ei-ner unangenehmen Verschüttung dadurch zuvor-kommt;