Z48 Märzes.
kommt; welches im Jahre hindurch nicht über zoder 4 Gulden betragen kann.
Die Hauptarbeit bleibt also die Gewinnungdes Märgels. Sie geschieht gemeiniglich imWinter, weil solcher auf Schlitten am bestenverführt werden kann. Ein Mann ist vermö-gend des Tages eine aufgestellte Wienerklaftervon jenem Margel zu brechen, wie er in Bayernund Oberösterreich vorkommt, und welches einziemlich harter Märgelschiefer ist.
Z» lambach in Oberösterreich wird die Klastter Margel, ohne Arbeit, denn der Käufer kannihn auch selbst brechen lasten, um 51 Kreußec;mit der Arbeit aber um einen Gulden und zbis 6 Kreuher*) verkauft. Zu Ebersberg, eineStunde von Linz, ebenfalls in Oberösterreich,schlagt man ihn in größere Haufen, und verkaufteinen solchen, der j. B. Zo zweyspannige Fuderhalt, die Brechungskosten mitgerechnet, an. Ortund Stelle um zehen Gulden. Man kann alsoüberhaupt annehmen, daß der Zentner Märgelin Oberösterreich im Durchschnitte auf z Kreut-zer zu stehen komme.
Als ein Beyspiel, wie einträglich in diesemlande eine Märgelgrube ihrem Eigenthümer ist,will ich zum Schlüsse noch eine Berechnung ein-rücken, die bey der erwähnten Grube zu Lambachgemacht ist:
Einen Theil der Anlegungskostenund die jährliche Unterhaltung macheetwa 5 Gulden.
Vier Mann durch 5 Wintermona-the den Märgel zu brechen, jedem täg-lich
') Ei« Gulden hat in Oesterreich Lo Kreutzer, stnd ei"
Kreutzer iß etn»a s» viel al« «in Drey«.