z7§ Marien-Glas.
del kommt, ist ein Mineral, welches 'zur Der-Wandschaft der Glimmerarten gehört. Es findetsich in großen und kleinen, geraden, glatten,glänzenden, elastischen, durchsichtigen, wasscrkla-ren Tafeln, die sich in sehr feine Blätter spal-ten, sich nie aber pulverisiren lassen. In mäßi-gem Feuer glühet cS, wirft alsdann einige Fun-ken, verliert etwas an Durchsichtigkeit, wirdbrüchiger, doch nicht zerreiblich. In heftigeremanhaltenden Feuer backt es zuweilen an einan-der, und scheint schmelzen zu wollen. Im Brenn-punkte eines Hohlspiegels erhält es ein loch mitverglasetcm Rande. Von Säuren wird es nichtangegriffen. Je dünner eö zerspalten wird, destoleichter läßt eö sich mit der Schere zerschneiden,und desto durchsichtiger und biegsamer sind dieScheiben; dagegen die dicken Tafeln räucherichgefärbt erscheinen.
„Alles was zu uns kommt, wird aus Ruß-land gebracht, wo es, vornahmlich in Sibirien,in verschiedenen Gegenden in granirarrigcn Gc-bürgen nesterwesse bricht"). Gemeiniglich habe»die Tafeln eine Decke von einer kalkarngen Et-^de. Sie liegen nach verschiedenen Richtungen,bald horizontal, bald schief geaen den Horizont,zuweilen senkrecht; nie sehr tief, selten über 6Ellen tief; wenigstens werden die Gruben nichtleicht mehr als zwer> Faden tief gemacht. J>"zwischen scheint es noch ungewiß zu seyn, ob esnicht auch in grösserer Tiefe vorkomme, welchedie Arbeiter vielleicht, bey ihrer blngeschicklichkcit
und
*) Aber.? a pm a u « soll gemeldet habe», daß auch da^Aussuche. Glas orrentlichen Gängen, so wohl amden Alkäischen Schneegebürgr», alü auf den Felsen wsmrißcn Meere, breche. S, Leixj. Magazin zurturkunde. 1781, Eiste« Stück.