Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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Marien'.Glas.

in Sibirien wird es allgemein zu Fensterschei-den angewendet, etwa« weniger in Rußland, je-doch auch da noch so gar in kleinen Städten;wiewohl in neuern Zeiten das Tafelglas, zu-mahl seitdem im Lande Glashütten angelegt sind,den Gebrauch sehr vermindert hat. Die Schei-den werden in blechcrne Rahmen gefaßt, undkleinere werden von ärmer« Leuten zusammenge-nähet. Auch in Peru, wo diese« Mineral eben-falls gefunden wird, werden alle Fenster,'so garder Kirchen, daraus gemacht, und deswegenwird auch dort damit ein starker Handel getrieben.Vermuthlich ist der Stein Teculi) der in Neu-spauien auf gleiche Weise gebraucht wird, ebenein solcher Glimmer"). In den nördlichen Lan-dern haben die Fenster aus Mnrienglas noch denVorzug, daß sie, nicht so wie die gläsernen, imWinter befricrcn; denn letztere sind dort, inschlechten Häusern und dumpfigen Zimmern, denganzen Winter hindurch so sehr mit Eis belegt,daß man fast nie hindurch sehen kann, wenn mansie nicht vorher mit einem in Salz eingetunktenSchwamm abreibt. Inzwischen so gut man auchinnerhalb des Zimmers die äußern Gegenständedurch das Marienglas sehen kann, so wenig kannman durch dasselbe ins Zimmer sehen, oder vonaußen die inwendigen Gegenstände erkennen.Merkwürdig ist auch, daß man vergebens ver-sucht hat, die Fenster der Gewächshäuser undder Treibebeete aus diesen Scheiben zu machen;denn die Erfahrung hat gelehrt, daß die Son-,umstrahlen durch sie, nicht so gut als durch die

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