Marien-Glas. z8z
lind Lateiner, noch in den Schriften der Che-miker und Mineralogen, welche vor dem Anfangder systematischen Naturkunde gelebt haben, ha-be ich bis seht eine Erwähnung des achten Masrienglases gefunden. Ich glaube, daß eS erst'amEnde des vorigen Jahrhunderts bekannt gewor-ben ist, als deutsche Bergleute die Russischenund Sibirischen Bergwerke bearbeiten halfen.Als dieses Mineral zuerst nach Deutschland kam,hielt man es, wegen deS äußern Ansehens, füreine Art desjenigen GypseS oder SelenikS, derschon lange vorher unter dem Nahmen desFraueneiseö oder Marienglases bekennt war;«ber als man den großen wesentlichen Unterschiedbemerkte, unterschied man das Russische Mine-ral durch die Beywörter Russisches oder achtesMarienglaS, und wählte das letzte ohne Zweifeldeswegen, weil es wegen der viel großem Durch-sichtigkeit, Elasticität, Dauerhaftigkeit, und we-gen der viel größern Fähigkeit sich in feine Blat-ter zerspalten zu lasten, imverkk! nliche Vorzügevor dem Selenit hat. Erst nachdem man dieMineralien nach ihren Bestandtheilen zu charac-terisircn anfing, trennete man das ächte Marien-Zlas von dem unachrcn, welches damahls auchkohl das deutsche hieß, brachte es zu den Glim-Kerarten, und überließ ihm den Nahmen Ma-rienglao allein.
. „Der Selenit oder der blätterige Gnpsspathtst in Deutschland wenigstens schon im fünf-zehnten Jahrhunderte unserer lieben Frauen.sb, später Mcrrienglcrs, und darnach latci-vtjch flaches lVIgriae genann. worden. Einige^ nlso mir Eis, andere mit Glas ver-suchen, so wie die Franzolei, Eis und Glas gla-* Nennen. Es war sehr gewöhnlich, außervr-
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