Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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Marionetten-Spiel.

im Feinen l6§ Karat; die lothringischen abernur 9 Karat.

Marionetten Spiel, ist eine Art von Schauespiel, wozu ab.r anstatt lebendiger Personen ge-wisse Arten von Puppen, welche man Mario-netten *) nennt, von verschiedener Große undGestalt gebraucht werden, die aber so künstlichzusammen gesetzt sind, daß sie beynahe alle Be-wegungen des menschlichen Körpers nachmachen,wenn sie durch gewisse verborgene Drahte oderSchnüre gezogen und gelenkt werden. Und da-mit sie zugleich alles dasjenige, was sie eigent-lich vorstellen sollen, gewisser maßen um so na-türlicher abbilden: so pflegen die hinter den Ta-peten verborgenen, und die Marionetten so oderso bewegenden und richtenden Personen statt ih-rer mit veränderter Stimme zu reden, waS siesonst nach Beschaffenheit dieser oder jener gemach-ten Bewegung sagen sollten, aber natürlich nichtsagen können.

Wenn das Marionetten-Spicl mit W>?und guter Laune aufgeführt wird, und man dieSchranken der Sittlichkeit dabey nicht übertritt,kann es allerdings zu einer unschuldigen Belusti-gung dienen. So wie es sehr hausig aber vonnichtswürdigen Landstreichern behandelt wird, d>rdurch allerley unanständige Zweydeutigkeiten, I"durch recht grobe Zoten den Beyfall des große"Haufens zu erhalten suchen, tragt cö offenbarsehr viel zur Verschlimmerung des Charakl^des Volks bey, weshalb weise Landesregierung"gegen diesen Unfug die nöthigen Vorkehrung^zu treffen pflegen. In den Königl. Preuß'-

Scaa-

Frisch leitet das Wort v»n Marions, Mario,

her.