Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
Seite
487
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Markscheidekunst. 487

sage einer schiefen Fläche OLk'O durch zwey aufihr gezogene Linien bestimmet werde, deren eineTk' den kleinsten, oder vielmehr kleinen, die an-dere aber den größten Winkel aus allen je-nen Linien, die auf ihr gezogen werden können,wir der söhligen Fläche macht. Daraus folgeterstens, daß donlegige Gänge nach zweyen Rich-tungen, nähmlich nach Lk' und streichen.Der Herr v. Giuliani') nennt das erste Strei-chen das söhlige, das zwcme das dönlegige.Nur ist zu merken, daß obwohl eine jede Liniegegen zwey entgegen gesetzte Stunden streicht,doch das söhlige Streichen eines Ganges nurnach jener Stunde, gegen welche dem Gangnachgezogen wird, sein donlegigeS Streichen abervon der Höhe in die Teufe in welche er fällt,folglich nach der Richtung und nichtanzugeben sey. Zweytens folget, daß seigereGänge, wenn es solche gäbe, nur ein einzige-Streichen haben, nahmltch nach der söhligenRichtung LkV weil bey diesen die zum Durch-schnitt senkrechte Linie auch zum Horizontesenkrecht ist, und folglich kein Streichen hat.Endlich folget drittens, daß Flöze, oder fremd-artige Steinlager, wenn sie söhlig sind, gegenalle Stunden streichen, weil ihre Lage durch un-endlich viele Paare söhliger Linien bestimmetwerden kann.

In Rücksicht dieses zweyfachen Streichensder Gänge und Klüfte werden sie verschiedeneingetheilet: nähmlich erstens in Morgen-,

Hh 4 Abend-

S> dessen Werk: die Markscheidekunst. Wie«, gedrucktdey Joseph Hraschaujky l7,8. 88 Seiten in 4,. mitKupfern, aus welchem ich hier da- vvrjügttchii« ent-lehne.