4!-o Markscheidekunst. ^
mit der Nordlinie parallele Seite der viereckige"Platte so anleget, daß der Nordpunl't gegenjene Seite zustehet, nach welcher die Linie ihreRichtung hat: und die Nadel wird ihr Strei-chen weisen. Hätte aber von der Zeit, als derKompaß rektifiziert worden, die Abweichung derNadel z. B. um oder r Stundenminuce zu-genommen, so würde auch die gewiesene Stundeum l Minute zu groß seyn. Daß die Stun-den in umgekehrter Ordnung auf dem Ringeverzeichnet seyn müssen, davon ist die Ursache,weil die Nadel als Stundenzeiger immer stehenbleibt, wenn der Kompaß von Norden - gegenOsten oder nach der natürlichen Ordnung derStunden gewendet wird.
Um das Streichen donlcgiger Linien, z. B-einer aufwärts oder abwärts in der Grube ge-spannten Schnur zu erfahren, wird der Hange-kompaß gebraucht. Da der Sehkompaß auchzum Auftragen dienet, mit eben jenem Kompaßaber, mit welchem aufgetragen wird, in der Gru-be zu verziehen ist, welches bessere Markscheiderimmer beobachten: so schraubt Herr v. Giulia-nt beym Ost- und Westpunkt des beschriebene"Setzkompasses zwey rechtwinklig, oder krumm gc-bogene Haken ALG, und Okiss ssl». 4895 a"der Platte an, die über den Mittelpunkt desKompasses zusammen treffen, und ein längeresum den Punkt O bewegliches LinialiVl^l fasse"»Wird also dieses an die Schnur gehenkt, somuß der Kompaß wagrecht, und seine Nordli-nie in der nähmlichen feigern Flache stehen, i"welcher das Linial und selbst die Schnur liegt-Da nun Linien, die in der nähmlichen seiger"Fläche sich befinden, einerley Streichen haben-so wird die Magnetnadel nicht nur das Strei-che" !