Markscheidekmist. 495
er verschwindet, verschwindet auch das Ver-stächen.
Wie vom Streichen, so auch v»m Fallwin-kel werden verschiedene Benennungen der Gangehergeleitet. Hac der Fallwinkel 80 oder mehrGrade, heißt der Gang stehend; hat er wenigerals 25 Grade, heißt er schwebend; endlichwenn er zwischen 80 und 2; Grade fallt, wirdder Gang stach genannt. Andere nehmen dieseBenennungen vom Vcrflachungswinkel her, weilsie diesen mit dem Fallwinkel irrig verwechseln.Offenbar verflacht sich ein stehender Gang weni-ger, als ein schwebender: wie kann also dcrNcr-stachungöwinkel des erstem über 8«, und deszweyten unter 25 Grade haben?
Die übrigen Werkzeuge der Markscheiderwerden am Ende dieses Artikels beschrieben werden.
Von der Markscheidckunft überhaupt.
Da zu Anfange gesagt wurde, daß derMarkscheider die Größe und läge der unterirrdi-schen Hoffnungen, Gange und Klüfte zweckmä-ßig bestimmen, und auf einer Karte kennbar ma-chen müsse: so ist hier vorläufig zu erklären,worin diese zweckmäßige Bestimmung, und Kenn-barmachung auf der Karte bestehe.
Die unterirkdischen Oeffnungen sollen hierden Anfang machen. Diese sind körperliche Räu-me; weil aber die Erkenntniß ihrer Höhe undBreite zur Beurtheilung des Bergbaues nichtNothwendig ist, so werden sie nur ihrer längeNach, oder als Linien betrachtet. Demnach be-stehet auch die zweckmäßige Bestimmung ihrerGröße in der Bestimmung des-Stetgens, oderTailens, wie auch des Streichens der eben bc