Markscheidekulist. 50z
Drittens müssen noch Giuliani's Art alle Amhaltungs , und Endpunkte mit Nummern denen«Net werden: folglich bekömmt eine jede SchnurZwey Nummern. Diese tragt man in gehöriger-Ordnung in eine Tafel ein, schreibt dazu dielange der Schnur, ihr Steigen, oder Fallen,und endlich das Streichen.
Wider dieses Verfahren könnte man ein-wenden, daß eine Schnur, die von der Sohlebis zur Firste, oder von einem Ulme zum anderngespannt wird, nicht das nämliche Steigen oderFallen, und Streichen habe, welches die unter*irdische Ocffnung hat. Vielmehr scheint es, mansolle sie über die Mitte der Sohle, und zu ihrparallel ziehen. Allein das vorgeschriebene Ver-fahren wird dadurch gerechtfertlget, weil einesTheils andere Umstände verbiethen, daß inanPflöcke, die öfters stehen bleiben müßten, in derMitte der unterirdischen Ocffnung zum Anhaltenbefestige, und andern Theils die hin und her ge-zogenen Schnüre immer innerhalb der Ocffnungbleiben, auch nichts daran liegt, ob man sich ei-ne einzige Ocffnung, oder mehrere nach den Rich-tungen der Schnüre vorstelle. Wenn es aber aufeine genaue Bestimmung der läge ihrer Sohleankömmt, wie z. B. bey der Angabe der Durch-schlage, bey welchen Sohle auf Sohle einkom-wen muß, darf man nur auf dem Sohlennßdie Endpunkte der unterirdischen Ocffnung miteiner geraden Linie zusammen henken, und vonihren Seigerreusen ihre Entfernung von derSohle abziehen.
Kömmt man in der Grube auf einen Gang,so sind zwey Fälle zu unterscheiden. Denn ent-weder ist er im Liegenden oder Hangendenerbrochen worden. Man nennet das Liegende
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