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Markscheidekunst. 527
ro Klafter auf 10 Linien, und so kömmt rbergmännischer Schuh auf i Punkt, Wennman nun betrachtet, ersten?: daß Ne Zolle beykeiner Sohle aufgetragen werden; zweyrcns, daßdie Nadel des Kompasses, wenn sie auf die »er-langte Spunde noch nicht gänzlich einschlägt, beykleinen Wendungen des Gehäuses vermöge ihrerTrägheit sich nur unmerkiich beweget, lind erstnach längerer Zeit ihre natürliche Lage erhalt;drittens, daß sich die Abweichung des Magnetsverändern könne; viertens, daß wegen kölner Un-richtigkeiten des Maßstabes entweder immer zudies, oder zu wenig abgenommen werde: so mußMan billig vermuthen, daß fast bey jeder Sohleein und anderer so kleiner Punkt verfehlet wer-de. Fehlet man aber ro mahl um l Punkt,Nach der nähmlichen Richtung, so beträgt derendliche Fehler schon ein ganzes Klafter. In-dessen glauben die Markscheider der ersten Schwie-rigkeit dadurch abzuhelfen, daß sie die nächsteSohle um so viel vermehren, als sie bey dervorhergehenden weggelassen haben. Allein da-durch wird der Fehler nit t gehoben. Denn eSsey in der Fig. 490g. der wahre
Riß; es werde aber die erste Sohle um Lb z. B.Um z Zoll kleiner, die zweyte um klr größer,die dritte um Lli wieder kleiner, die vierte um8h größer u. s. f. aufgetragen: so entst ht derRiß Kbc6esA, der vorn vorigen merklich ab«weichet.
Nun ist zu erklären, wie man na^) Gr'uliani's Methode einen Sohlenriß verfertige.Man ziehe durch den ersten söhligen Punkr M,wie in Fig. 4901. zu ersehen, eine I n'ge geradeLinie lVlK nach der Lange der Karte. Diesestellet die Absciffcnlinie vor. Auf diese trage