koz Marktschreyer.
sen, ehe sie ihre Mittel zu diesem Werthe undKredite haben erheben können? Daher mordenfast unter allen Charlatanen keine dreister, alsdiese, weil sie sich immer auf ihre unzähligheibten Erfahrungen berufen, und deshalb gl^den, es könne ihnen nicht fehlen.
Außer den Pfuschern aus der Classe derApotheker, Chirurgen, Bader, Geistlichen::, -'t-,die die Gränzen ihres Berufs überschreiten,in das Gebier der Arzneokunde wagen, und durchihre Unwissenheit Menschen morden, muß m»»besonders die Pfuscherinnen aus allen Stände»des weiblichen Geschlechts etwas näher betrach-ten, und vor ihnen warnen. Die Vornehmer»haben mancherley Schriften gelesen, oder habe»an ihrem schwächlichen Körper selbst so viele Er-fahrüngen gemacht, daß sie andern etwas mit-theilen zu können glauben. Daher rathen sie sich»ncr oder geben selbst Mittel und heilen wie emppr»sche Aerzte. Sie übcrschicken meilenweit ihre Mit-tel, und preisen sie mit vielen gelehrten Erfahr»»^gen an, es mag nun die gemeinte Krankheit sey»oder nicht. Genug es hat vielen geholfen, dar-um muß es auch hier helfen, der Arzt, we»»sie doch noch einen rechtlichen haben, wiederspr^che oder nicht. Und thut er das, so wird d»svorgeschlagene Weibermittel doch heimlich >"§hinter seinem Rücken gebraucht.
Der geringere Theil dieser ehrbaren Ps^scherinnen ist zwar auf eine andereArr zu seine»Kenntnissen gekommen, verlässet sich aber dest^Uttbejweifclter darauf, und kuriret emsig darauslos. Entweder sind es Doktors-Wittwen oderTöchter, die noch einige Recepte und andersgute Rathschläge von ihren Männern aufbch»^ten und erlernt haben. Diese theilen sie niite