Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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Marktschreycr. 607

wenigstens doch die Menschen, die behext, odersonst mit unheilbaren Krankheiten behaftet sind,aus dem Grunde curiercn könnten. Zu diesemgroßen Zutrauen gelangen die Scharfrichter durchScheune Mittel, die vergraben werden, oder wo-mit geräuchert werden muß, oder durch Sympa-thie, deren sie sich bedienen. Der Pöbel strömtdeshalb haufenweise hinzu, und opfert ihnen sästden Rest seines Vermögens auf, um sich ihrervermeinten Allwissenheit und Allmacht blindlingsanzuvertrauen. Er erwartet nun dafür viel, al-lein diese Leute blenden sie, nehmen von Zeit zuZeit den Blinden das Geld ab, und schicken sieoft ungehcilt und verschlimmert wieder zurück;denn außer der erlernten Charlatancrie, die sie»wch etwas klüger zu machen scheint, sind sie sodumm, als der Pöbel selbst.

Den Beschluß, des Trosses von Pfuschernsollen dieBcruem-Dokrors 0. DauernpfuscherMachen, deren es mehr giebt, als man gewöhn-lich glaubt. Tissot sagt: ,,die Dorfärzte füh-ren zwar kein Geld aus dem Lande, wie die hcr-Unischwcisenden Marktschreyer, allein die Ver-wüstung, welche sie unter den Menschen verur-sachen, dauert immer fort, und wird dadurch un-ermeßlich; jeder Tag wird durch eine Menge vondergleichen Schlachtopfern bezeichnet. Entblößtvon aller Kenntniß und Erfahrung, mit dreyvdec vier Arzeneymitteln bewaffnet, deren Naturihnen eben so tief verborgen ist, als die Naturder Krankheiten, gegen welche sie sich derselbenbedienen, und welche mehcentheils von der stärksien Wirkung und demnach ein wahres Schwertin der Hand eines Rasenden sind, verschlimmernsw auch die leichtesten Krankheiten, und machendiejenigen, welche etwas stärker sind, ganz ge-