6o8 Marktschreyer.
wiß rödtlich, da sie von selbst geheilet worde» i
wären, wenn man sie der Natur überlassen^ ,
tc, und also kiel gewisser, wenn sie wohl wäre» i
besorgt worden. Und bewürkcn sie etwas durch (
Kunst, so sind es doch solche drastische Mitt^ l
daß ein gewissenhafter es nicht wagt, Vergleichs s
zu geben. Aus diesem Grunde können sie rE <
noch einen Kranken heilen, der schon unter dc» s
Handen des geschicktesten Arztes nicht hat glückt !
wollen. Ist aber das nicht einem bloßen >
fähre zuzuschreiben?^ » '
Daß diese Leute oft einen unbeschreiblich^ lZulauf hoben, wo man zehen bis zwanzig M".' ^
schen zuweilen warten und nach Hülfe vomD^' >arzt schmachten steht, läßt sich kaum begreiftAllein das Zutrauen ist in diesem Falle m>^gränzt, so sinnlos es auch ist, es ihnenschenken. Die Kranken wissen, daß das ung^lehrte Leute sind, die auf keine Weise, alsdEsich selbst, und durch Hülfe einiger altenster, vielleicht noch aus den vorigen Jahrhund^ten, ihre Kenntnisse höchst unvollkommen erlaUShaben. Sie wissen, kein Handwerk, auch lEdas geringste kann erlernr werden, wenn nichjemand erst zu einem Meister in die Lehre gega^gen ist, und sich doch die Hauptvorkheile h^zeigen lassen, und dessen ungeachtet glauben ^Hülfe zu finden bey Leuten, die von der kch^ren Kunst des Arztes weder etwas gründlich^und wesentliches bey einem Meister oder Leh»^gehört, noch getrieben haben. .
Sollte aber der Grund des Zutrauens ""Zulaufs nicht darin liegen, daß sie mitGleichen umgehen? Darin k nn man virilessehr viel suchen. Denn sie überreden sich, !Dorfarzt gehe ehrlicher mit ihnen um, unge^ ^ ^