Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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610
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6io MEtschreyer.

che man es ihnen begreiflich zu machen, wieweit sich die Kenntnisse und Erfahrungen einesrechtschaffenen Arzreö erstrecken müssen, um mitGründlichkeit eine Krankheit zu beurtheilen unszu heilen. Der Arzt muß den Bau des m» lischtlichcn Leibes, dieses aus so vielen feisten Org^nen bestehenden Kunstwerks, und die Beschaffeheit der festen und flüssigen Theile desselben, dieGange des Geblüts und aller Safte kennetund jahrelang sich an solchen Orten aufhaltetwo er Gelegenheit hat» Zergliederungen anzust^len. Er muß vielerley Kräuter und Materielien der Apotheken kennen, und im Stande seyn,sie zu zerlegen und nach ihren Kräften zu u»'Ersuchen. Er muß scharfsichtig und geübt seyn-die Anzeigen der Krankheiten genau und sicher z"erforschen, manche versteckte und verwickeltKrankheit recht zu unterscheiden, um ja nic^eine mit der andern zu verwechseln, um jaallen der Natur zu folgen und zu Hülfe zu koiMmen, und keine heilsame Wirkung der Nakv?zu stören. Zu allen diesen weitläufigen Kenn^nisse gehören viele Hülfsmittel, die Kenntniß §?'lehrter Sprachen, darin die gelehrtesten Zierst?ihre Erfahrunaen bekannt gemacht haben, viel?Anstrengungen, viel Aufwand an Zeit undstcn rc.

Nur einem solchen Manne, der hieraus vonJugend auf sein Hauptgeschäft gemacht, kein?Kosten, keine Arbeit geschruet hat, um die v!??len Wissenschaften, die zur Heilungskunst erfdk?derlich sind, von> Grund aus zu studiren, n»?dem kann man seinen Leib mit Sicherheit arvvertrauen. Wie wenig oder wie so gar nichtsvon allem diesen trifft man aber bey den Pf"'