Band 
Vier und achtzigster Theil, von Mantel bis Marmorwaaren.
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Matttschreyer. 6i t

schern und Quacksalbern an? Solche Betrügerverstehen nichts als schmähen und lügen. Siehaben eine geläufige Zunge, so, wie sie die Leutevor sich haben, ihnen allerley Geschwätze nachihrem Sinne vorzuplaudern, und lachen heimlichüber die Dummheit derer, die sie belistcn.Nimmer sind sie geschwätziger, als wenn sie ausdem Wasser weissagen: nachdem sie entwedervorher die Leute ausgefragt, oder nachdem sieaus dem Anfange ihrer Erzählung bald merken,Wohin wohl die Gedanken des Anfragenden selbstzielen, so lenken sie mit geübter List ihre Wahr-sagung so, daß eö heißt, die Krankheit sey ge-troffen, und da werden sie als halbe Wunder-Uiänner, als Propheten überall auepolaunet. Sieprahlen auch wohl mit einem oder ein Paar ver-legenen Büchern, daraus sie ihre Weisheit wollengeschöpft haben, gleich als wenn eine solche Wis-senschaft, als die Arzcncykunst, aus ein Paaralten Büchern oder Receptensammlungcn könneerlernt werden. Za man kann zugeben, daß einsolcher vielleicht gegen ein oder ein anderes Ue-bel ein Mittel weiß: wird dann ein solches Re-cept, ja man sehe zehn, ja hundert Recepte,werden die gegen so tausendfältige, ja unzählba-re Zufälle des menschlichen Leibes, gegen so vieleverwickelte und mit einander verbundene Krank-heiten, jedem Alter, jedem Geschlechte der Men-schen diensam seyn? Welcher vernünftige Menschbann sich davon überreden lasten? Es kann sicheinmahl treffen, daß ein solcher Quacksalber inseinen Receprkastcn greift, und das rechte trift,wie man auch wohl eher ein Exempel gehabthat, d.:ß ein Mensch, der ein im Leibe verbor-genes Geschwür hatte, durch den Leib gestochen,und das Geschwür durch diesen Zufall glücklich

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