6, § Marttschreyer.
zufügen, und es sey immer sicherer, solche weiseLeute zu Freunden zu behalte». :c. :c.
Doch, dieß ist wahrscheinlich genug, u»idas schändliche und schädliche des Betragens delMarktschreyer und Quacksalber aufzudecken, u>^es auch sedcm gemeinen Verstände einleuchtestzu machen, wie unbesonnen, wie gewagt es ist/sich ihnen so wie überhaupt irgend einem unbe-rufnen Arzre in Krankheiten anzuvertrauen. EiseWahrheit, die auf allen Seiten so klar ist, be-darf keiner mehreren Beweise. Ich habe nsknoch nöchig, die Fragen derer zu beaiuworces,die hierbey vielleicht denken mögen, ob denn nie-mand als ein gelehrter Arzt, dergleichen ich vor-hin beschrieben habe, in Krankheiten um Ra^gefragt werden dürfe, da solche Männer dochnicht allenthalben zu haben sind, und cö gerin-gen Leuten unmöglich ist, sie entweder zu ihre»Kranker,betten weit herholen zn lassen, odecauchnur in Abwesenheit ihren Zustand ihnen deutlichgenug bekannt zu machen. Kann man denn,möchte man fragen, nicht auch wohl einen na-hen Landarzt zu Rathe ziehen? oder kaun nichtauch sonst ein vernünftiger Menjch, der gar kcisArzt ist, guten Rath ertheilen? Ich antwortehierauf zwcyerley:
Erstlich finden sich im Lande hin und. wie-der beglaubte Wundärzte und Feldärzce, welche,wenn sie nüchterne und redliche Männer sind,nicht allein in äußerlichen Schäden zu Hülfekommen, sondern auch von gemeinern Krankhei-ten, dergleichen oft im Felde oder sonst immeinen Leben vorkommen, vernünftig zu urthei-len wissen, und nicht durch verwegene Mittel je-mand in Gefahr sehen werden. Diese werde»manchem Kranken helfen, der sse in Zeiten urn