6i6 Marktschreyer.
her Witterung für das ganze leben sey; w>*schädlich die niedrigen und dumgsigen Stuben,die heißen Oefrn und die Feurrtop'e seyn; w>*vernünftig es sey, bey scharfem Froste sich »u*allgemächlich zu erwärmen, bey frischem Durst*langsam zu trinken, bey heftigem Hunger lieberöfterer, aber nur wenig zu essen, gegen brennetden Sonnenschein das Haupt zu bedecken, beynassen Erkaltungen so bald möglich mit trockne*Kleidung abzuwechseln. Dergleichen lehren eine*vernünftigen lebcnsordnung können der Schulstgenv uno vielen andern überaus nützlich werde»«So giebt cö auch allgemeine Kiugheitslehrc»,die man, ohne ei^ Arzt zu seyn, für sich ui'dandere selbst in Krankheiten brauchbar mache»kann; daß man z. E- kein kaltes Fieber durchscharfe, gewaltsame Mittel zu geschwinde zu veutreiben suche, sondern ein Fieber vielmehr a^eine Wohilhat ansehe, dadurch unser leib vo»schwerern liebeln gereiniget wird, und also liebe*ein kleineres Ungemach eine Zeitlang ertrage,bis man einen verständigen Arzt fragen kann!daß man nimmer di? Wege der Besserung, da«zu der Körper selbst sich natürlich neigt, zu vcl^hindern oder zu vertreiben suche; daß man ist*einen Kranken durch gar zu heiße Bedeckungen,auch nicht durch Durst quäle, sondern ihn durchfrische und reine luft, durch leichte öftere G*'tränke zu erquicken suche; daß man den genießnen Irrthum Verbanne, als wenn ein Kranke*zum Essen müsse angetrieben werden, damit e*Kräfte bekomme, da doch jeder vernünftige Menschwissen muß, dass unser Magen wahrend deS F>^bers unmöglich das geringste verdauen kann, lindalle Speise, die hineingezwungen wird, zur Fäu*jung schlagt; daß man überhaupt in allen Fälle»