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2. Marly.
dem Marly und Cordelett leidet dieses doch eineAusnahme, denn hier ist die Kette von Seideund Schafwolle vermischt Da aber die Schaf-wolle von Natur die Eigenschaft hat, daß ihrFaden kraus ist, und in einander lauft, so läßtsich dieser Faden nickt so glatt ausdehnen, alsdie Seide. Aus dieser Ursache muß der Fabri-kant die Wolle vor dem Gebrauche ausrecke»oder ausdehnen. In einem starken Rahmen abFig. 4914. liegt oben eine Stange eck auf ei-sernen Haken e. Auf diese Stange werden eini-ge Strähnen Wolle gehangen. In i!< und !»isteckt man durch zwey und zwey Strähnen eine»Stab, und hängt auf seden abermahls zweySträhnen ik auf. Diese legt man in k'^ aber-w.ahls auf einen Stab, in dessen Mitte eineSchraubenspinvel durchgehet, wozu eine Schrau-benmutter gehöret. Preßt man nun den StabsA mit der Schraubenmutter Ii hinab, welche^nach und nach geschiehet, so werden die vorgc-dachten Strähnen ausgedehnt.
Der Marly stehet 400 im Rierhblatt hoch»und in jedem Rieth sind drey oder auch nur 2seidene Faden, wozu man die schlechteste Land-seide nimmt; in den, benachbarten Riech ist aberein einziger fünfstöckiger wollener Faden vo»zweyschüciger Wolle. Uebrigenö wird bey alle»halbseidenen Zeugen die Seide vorläufig auf ei-ner Wickelmaschine gewickelt, das schafwollene/leinene und baumwollene Garn aber auf einet»Spulrade gespulet, hicrnächst wird die Kette wiebey den ganz seidenen Zeugen geschoren, aufgebäu-met, und auf den Stuhl gebracht. Auch wicdste mit eben den Handgriffen in die Kämme ein-passiret, und die Kette voü Seide muß auchputzt werden. Bey dem Marly ist nur zu be-