Marmelade. 6z >7
Marmelade von (Quitten m einer Form.Man kocht ungefähr sechs Pfund in dünne Schei-ben geschnittene Quitten mir vier Hunnen Was-ser so mürbe als möglich; doch aber nicht zu^8rey, weil vorher die Kraft aus den Quittenws Wasser ziehen muß, und man kann darausMerken, ob es genug gekocht hat, wenn dieQuit-len ihren Geschmack verlieren.
Dann gießt m n es durch ein Haarsieb,thut zu dem Wasser drey Pfund abgeklärten Zuk-ker, laßt eö mit einander kochen, bis es auf ei-tlem Teller gesteht, und gießt es dann in zin-nerne Formen, die vorher mir Maudel- oderNußöhl bcstrichen worden sind. Wenn es kaltist, so schlagt man cö in Papier, welches mitZucker bestreut ist, läßt es bey einem warmenHsen vollends trocken werden, und verwahrt cSa» einem warmen Orte in Zuckecglasem oderSchachteln.
Dergleichen noch anders. Man reibtgeschulte Quitten auf einem Reibeisen, preßt denSaft daraus, schüttet denselben in einen Kessel,Und nimmt auf jedes Pfund zu Mehl gestoßenenZucker drey Viertelpfund Saft, läßt es langsamßeden, bis die Marmelade gesteht, und hebt sieium beliebigen Gebrauch auf.
Airsichen-Marmelade. Man nimmt vonbier Pfund schwarzen sauern, oder auch andernKirschen, die Steine heraus, zerdrückt die Kir-schen mit einem rosset, thut ein Pfund gestoße-nen Zucker darein, und läßt eS zulammen lang-sam kochen; während des Kochens aber zerstoßtMan die Steine, nimmt die Kerne heraus, thutsie zu den Kirschen, und laßt es damit gut ko-chen; hernach streuet man klein geschnittne oderbehackte Citronen-Schalen darein, läßt sie recht