Band 
Sechs und neunzigster Theil, welcher das Ende des Artikels Mühle enthält, und bis Münze, eine Pflanzengattung, geht.
Seite
200
JPEG-Download
 

LOS, Mühlen

wenig aufquellen; aber das Mehl wird weißer,weil dieKleycn sich dadurch leichter absondern, undweniger ins Staubmehl geht. Dagegen aber hältsich auch dieses Mehl nicht lange; es verliert sehrbald seine gute Beschaffenheit, und es hat eben denFehler, wie das Mehl vom Getreide, das in einemfeuchten Jahre gewachsen ist, daß es nicht gutdurch das Bcutcltuch geht. Das angefeuchteteKorn verliert durch, das Wasser das geistige We-sen,, welches in dem gekeimten Korne beym Brauendas, Wasser zum Gähren geschickt macht; dahergeht der Teig von solchem angefeuchteten Getreidepicht wohl auf.

Hat das Getreide zu viel Wasser bekommen,und länger als 12 bis iz Stunden gestanden: sowerden bey warmer Witterung nicht nur die Kleyenerweichet, sondern auch diejenigen Mehlcheile, die. zunächst unter der Schale sind, weich, machen die. Kleyen klebrig, und verhindern,, daß sie sich nichtso. leicht absondern lassen *). Daher bekommtman Von gar zu feuchtem Weihen weniger Mehl,,und der Abgang ist desto größer, eben so,, wie bey -gar zu trockenem Weihen. , Man muß nie zu,weit gehen,, es sey auf welches Seite es wolle.

Im Jahre, 1725 war zwar eine sehr reicheAernte; allein der häufige 'Regen verursachte den-noch eine Theurung, denn weil das Getreide ganzyaß eingcärmet werden mußte: so war man geitö-chiget es zuvor zu trocknen, ehe es konnte gemah-len werdendadurch litt es sehr viel Abgang, zu-mahl da, es schon gekeimet hatte.

dinge-

molnnliir, <juse Isis»,

1 Lipm, Ijraris, c.iiEcliocvm meäuUüm, veii-in plus reuiiüut«. U-Wi«.. XVUI. tX..