Mühle.
292
Weißen wieder auf, und läßt ihn ordentlich schro-ten. Dieses Schrot siebt man durch ein vonMessing- oder Eisendraht dazu besonders gemach-tes Griessieb; die im Siebe gebliebenen Klepenaber schüttet man auf die Seite. Diese Klepenheißen Gchrockleyen, und was durch das Siebdurchgefallen ist, heißt Gries.
Wenn aller Weißen abgeschrotet ist, wird derGries zum ersten Mahle aufgeschüttet und gemäh-ten. Man nimmt sodann das Mehl, welchesSchrotmehl genannt wird, aus dem Beutelka--s?en heraus ; den durch den Beutel auf den Fuß-boden gefallenen Gries aber siebt man durch einfeineres Sieb, als das vorhergehende war; der imSiebe zurück bleibende Gries bekommt den Nah-men Spitzkleyen, und wird, wie die Schrotklepen,bey Seite geschüttet. (Dieses heißt der erste^Gang.)
Run wird der zum andern Mahle durch dieMühle gegangene Gries wieder aufgeschüttet, unddas Mehl heraus gezogen. Dieses wird das er-ste Griesmehl genannt, und ist das beste Mehl.
Wenn der Gries zum andern Mahle durchdie Mühle gegangen (und dieses heißt der zwey-te Gang), und das Mehl aus dem Beutelkastenheraus genommen worden,, so schüttet man denGries zum dritten Mahle atif. Ist das hiervonfallende Mehl noch fein, so kraucht man auch dendritten Gricsgang, wenn der Weißen recht ergie-big, oder nicht dickschälig, sondern mehlreich ist,noch zu weißem Mehle, und alsdcnn heißt dieserder dritte Gang zu feinem Mehle.