Mühle. 297
Das Spitzmehl No. I. wird zu dem After»mehle No. VI. gethan; guter Weihen aber wirdgar nicht zugespitzt. Der erste und zweyte Gries-gang wird immer zusammen genommen, und giebtordinäres weißes Mehl. Das Mittclmehl wirdzweymahl aufgeschüttet, das schwarze auch oft zwey-mahl, und von einigen mit unter das Rockenmchlgenommen. Der Grics ist der Gäre nach unter-schieden, wird aber nicht mit besondern Nahmenbenannt. Es giebt zwcyerley Grieskleyen, No. ll.und IV., und diese zwey Sorten werden mit No. V.wieder aufgeschüttet. Hier wird durch einerley fei-nen Beutel durchgebeutelt, folglich ist das Mehlallemahl gleich fein,' obschon nicht gleich weiß.Beym Rocken hat man nur zweycrley Mehl, nähm-lich i) Rockenmehl, welches fünfmahl aufgeschüt-tet wird, und 2) schwarzes Mehl, welches ausdem sechsten oder letzten Gange kommt, folglichschüttet man beym Rocken sechsmahl, beym Wcit-zen aber auch achtmahl auf.
Man vergleiche mit dem hier gesagten übri-gens auch noch den Artikel Mehl, im 8?sten Theilder Encyklopädie.
Von den öfters gerügten Betrügereien derMüller wird werter unten die Rede seyn,
(Ü. Don den sonstigen beym Mahlen vorkom-menden Geschäften eines Müllers oderMühkenbm sehen, und wie er das Mühlen-zeug m (Ordnung halten müsse.
Eines der nothwendigsten Geschäfte der Mülrler ist das Stellen oder Anstellen *) der Müh-len« Dieses besteht vorzüglich darin, daß, indem
T 5 das
*) S. Füllman«'s Erfahrungen eines Mühlcnmeisiers ',c,V- 64 fl,