Z04 Mühle.
Hälfte geht bryvahe eines Fingers hoch von derBahn des untern Steins ab. Wenn nun beysolcher Beschaffenheit des obern Steins oder Lärr-fers Rocken oder Gerste auf die Mühle aufgeschüt-tet worden ist, so müssen die Steine» wenn dasGetreide gehörig klein gemahlen werden soll, aufeine übermäßige Art zusammengelassen werden, undzwar deswegen, weil das eine Viertel des Steinseben die Arbeit thun und verrichten soll» die derganze Stein verrichtete, wenn er gerade auf seinerganzen Seite aufgienge oder aufmahlete. Geschieht^ es nun also, daß die Steine außerordentlich zusam-. mengelassen werden» so geht i»uch die Schärfe, wel-che in den Stein gehauen ist» in kurzer Zeit au/?.dem aufmahlenden Viertel des Steins weg; istdiese meistencheils abgerieben und weggeschliffen,so können die Steine 'das Getreide nicht gehörig! fassen und zermalmen r sollen ste aber doch dessenehngeachtet ihre Dienste (ohne wieder scharf ge<-. macht zu werden) noch einige Zeit verrichten, so,geschieht es alsdenn, daß dieselben das Getreidenicht gehörig zerreißen» sondern solches zerkauenund zerquetschen» und dieses vermittelst der Gewalt»die dabey gebraucht wird, es sey nun. Wasser oderWind. Wird nun aber das Getreide mit Gewaltzerquetscht und zerkauet, so wird das Schröt heiß»und durch diese Hitze das Mehl theils roth, theilsgrau *), und die Kleye bleibt zum Theil grob»theils aber wird solche zu Pulver gemahlen. Ge-schieht dieses nun bey dem Weißen» daß das Schrotund Gries heiß herunter läuft, so vcrliehrt dasMehl dadurch einen großen Theil seiner Helle und
Weiße,
*) Das Mehl, welches unter dem Vermahlen seine natürli-che Farbe verliehet, von selbigem kann man behaupten,daß es einen Theil seines GehältS und seiner Güte ver-ehren habe, welches v»r«üglich Kernniehle gilt.