Band 
Sechs und neunzigster Theil, welcher das Ende des Artikels Mühle enthält, und bis Münze, eine Pflanzengattung, geht.
Seite
306
JPEG-Download
 

zv6 Mühle.

den, widrigenfalls klappert der obere Stein aufden» unten herum, und mahlet nicht gehörig; fer-ner muß auch eben so oft dahin gesehen werden,ob die Steine, sowohl der obere als untere, aufder Bahn in ihrer gehörigen Gleichheit bleiben,und sich nicht etwa ausziehen, und folglich muh-lig oder bucklich werden; denn wenn dieses geschieht,so erschweret es dem ganzen Mählenwerke denGang, sie mahlen warm und folglich auch schlecht,ingleichen bekommen auch die Mahlgäsie Sand indas Mehl. Wenn nun auch für dieses gesorgtist, so muß, besonders in den Wassermühlen, nachder Haue gesehen werden, (dieses ist ein StückEisen, welches in dem Steine fest gemacht ist, indasselbe wird das Mühleisen, welches den Steinumdrehet, eingesetzt) ob dieselbe noch fest sey. Istdieses nicht der Fall, so muß selbige in ihre gehö-rige Richtigkeit gebracht werden, widrigenfalls hattzrr Stein keinen gewissen Gang, und mahlet folg-lich gleichfalls warm und schlecht. Ferner wirdnach dem Mühleisen gesehen, da, wo solches durchdas Steinloch des untern Steins geht, und vermit-telst eines Stück Holzes, welches die Büchse ge-nannt wird, in selbigem verwahret ist, ob es nochgehörig fest ist; befindet sich dieses noch wie esseyn soll, so wird dasselbe (so oft als es scharf ge-wacht wird) vermittelst eines Windehaders um-wunden, und mit Nageln befestiget, und diesesdarum, damit keine Kleyen oder Schrot an dasMühleisen kommen, denn sonst bekommen oft dieMahlgaste nicht das Ihrige. Ist nun alles die-ses hier erwähnte besorgt, so werden die Steinezusammen gelegt; nachgehende» läßt man den Läuferherumlaufen, um zu sehen,' ob derselbe auch aufdem untern oder Bodensteine auf alle vier Ecken»der rund umher aufschlägt oder aufgeht; ist die-ser