Mühle. ZO7
ses aber nicht, so wird derselbe vermittelst des See»ges (auf welchem das Mühleisen steht, das denStein in Bewegung setzt) so gezogen, daß er ringsumher aufgeht; widrigenfalls aber mahlet esgleichfalls warm und schwer, und folglich auchschlecht.
Da der Bodenstein fest und unbeweglich lieg^so ist bey demselben nur zu erinnern, daß solchernach der Wage und dem Lothe, und zweyten-auch so hoch, als es die Beschaffenheit des Müh-lenzeugrs leiden will, gelegt werde; sonst mahletdas Getreide warm, und das ganze Mühlenzeuzthut nicht seine gehörigen Dienste.
In Ansehung der Vcrkämm- und Ver-schirrunI der Räder, Getriebe und Drehlinge istzu merken, daß wenn diese nicht nach der gehöri-gen Ordnung behandelt werden, auch die Steinemerkliche Empfindungen davon haben, und daßman daher auf die größeste Genauigkeit bey derVerfertigung derselben und auf die größeste Leichrtigkeit des Ganges bedacht seyn muffe.
Ein Getriebe und Drehling, in welchem dieStöcke oder Stecken in einem harmonischen glei-chen Zirkelraume stehen, verursachen den Steinen,dem untern sowohl als dem obern, eine Bebung*),und folglich eine» ungewissen Gang, und daherklappert und poltert der obere Stein stark auf demuntern herum, dadurch wird das Schrot heiß, unddurch diese Hitze verliert das Mehl einen Theil sei»ner Helle und Weiße, hierbey kommt es auf die
U s Gewalt
*) Daß ein jedes Mahlmühlenwerk, wenn man solches imGanzen betrachtet eine Bebung verursacht, ist sehr na«türlich, und m Ansehung des Stegs, zur geringen Er-hebung,und Senkung des Läufers auch sehr zweckmäßig,wie es im Obigen dargekban worden; jedoch darf solchedoch in den einzelnen Verhältnissen nicht bemerkt »erden.