zc>8 Mühle.
Gewalt an, welche bey dem Vermahlen gebrauchtwird, je größer dieselbe ist, desto schlechter wirddas Mehl, ingleichen erschweret auch solches denGang des ganzen Mühlemverks.
Ferner ein Getriebe, ingleichen Drehling, inwelchem die Stöcke oder Stecken so eingesetzt sind,daß sich selbige nicht glatt, sondern rauch und split-terig greifen, geht kurze Zeit, ja wohl gar nur et-liche Wochen, da «s doch (wo die Mühlen starkarbeiten) wenigstens ein Jahr halten sollte; unddaher wird die Zeit, die, um wieder ein neues zuverfertigen und vorzustoßen, oder zu verschirren,darauf verwendet wird, unnöthig verschwendet, zu-mahl solches in kurzem nicht bewerkstelliget werdenkann. Uebcrhaupt, wenn die Stöcke in einem Ge-triebe und Drehlinge mit den Kämmen des Ra-des, in welche es eingreift, nicht harmonisch stehen,so hat solches einen unsanften und schweren Gang;ja eö entsteht oft eine gefährliche Disharmonie,daß auch. sogar bisweilen das Getriebe dem dar-ein greifenden Rade die Zähne aus dem Halsestoßt, und übernimmt die Cur desselben nicht eingeschickter Mühlenarzt, so kommt es oft in kurzerZeit, daß nachher beyde wieder uneinS werden, undsodann das Getriebe den Kürzern ziehen muß.Doch kann es auch geschehen, daß ein Stecken lo-cker wird, welcher alsdenn ein Rucken und Zuckenin dem ganzen Mühlenzcuge verursachet, und folg-lich auch den Steinen einen ungewissen Gang zu-ziehet.
Die Kämme in einem Rade werden alle nachdem Zirkel und Winkel eingemacht, wie es im vor-hergehenden Theile dieses Werkes mit mehreremgezeigt worden, und fest eingeschlagen, selbige müs-sen aber alle in einem genauen Zirkelraume stehen,der dritte so weit von dem andern, als der erste