ZIy Mühle.
gesteckt, und das Beutel- oder Räderwerk ist der,muchlich nicht in seiner gehörigen Ordnung; denndas Mehl muß allemahl, so oft das Schrot ein-mahl herunter läuft, völlig durch den Beutel stäu-ben. Wenn aber dies geschieht, daß ein Theil desMehls mit dem Schrote wieder herunter läuft, soverstäubt fürs erste viel davon; zweptenS mahlet essich, wenn ein Theil des Mehls immer wieder mitaufgeschüttet wird, zusammen und wird weniger;drittens verliert das Mehl dadurch seinen Gehalt,Güte und Ansetzn.
Ferner, wenn es geschieht, daß das Schrotdurch den Beutel nicht gleichförmig herab läuft,sondern bald viel bald wenig herunterschüttelt, undes sich zeigt, als wenn der Beutel einen Paroxis-mum hätte, indem er das Schrot bald zurück hält,bald solches stark herunter wirft; so ist der Beu-tel nicht gehörig gestellt oder gesteckt. Wenn nunder Geselle nicht Achtung darauf hat, so kommt«ö oft, daß der Beutel in kurzer Zeit zerreißt oderspringt; und wenn auch dieses, wiewohl selten,nicht geschieht, so erwärmet sich doch das Schrotim Beutel, ja derselbe arbeitet allzu stark, undfolglich bekommt das Mehl nicht seine gehörigeOrdnung.
Was nun das Mühkenzeug überhaupt betrifft,so muß es. wenn es als vollkommen angesehenwerden soll, folgende Beschaffenheit haben.
Der Läufer, oder der oberste Stein, muß ge-rade auf der Mühle gehen, derselbe darf nicht, we-der auf die Seite ausschlagen, noch sich stark hebenund bücken; jedoch ist bisweilen ein klein wenigzu übersehen, denn es geschieht nicht selten, daßdas Mühlrisen an dem Orte, wo es in das StückEisen (das die Haue genannt wird), welches, inden Stein eingelegt, eingesetzt ist, sich in etwas