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Sechs und neunzigster Theil, welcher das Ende des Artikels Mühle enthält, und bis Münze, eine Pflanzengattung, geht.
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ZI2 Mühle.

(jedoch ist bey allen diesen Merkmahlen dann undwann ein klein wenig zu übersehen, denn es kannleicht geschehen, daß sich unter dem Vermahlen et-was verzieht oder locker wird, es darf aber nichtfür beständig geschehen, sondern muß abgestellt wer-den): so kann er alsdenn allemahl sicher glauben,daß sein Getreide nicht nach der besten Art abge-mahlen wird, sondern besser und geschwinder ver-mahlen würde, wenn das Mühlenzeug in seinergehörigen Ordnung wäre.

Was die Gesellen anbetrifft, so haben diesel-ben, in Ansehung ihrer Verrichtungen, verschiedeneNahmen. Der oberste Geselle wird in Sachsen ge-trennt der Anappe, der Meyner oder der Be-schcider; der andere Geselle wird der große oderMiccelbursche genannt; der dritte heißt der klei-ne oder Lohnbursche; ja bisweilen haben die ebengemeldeten einen Gehülfen nöthig, dieser wird derGcheldcr oder die Schnecke genannt. ,

Was den Obergesellen anbetrifft, so zeigtgleich dessen Charakter an, daß er überhaupt füralles, ob es gleich Verrichtungen der Untergebenensind, ob es gehörig geschieht, ingleichen ob die ei-nem jeden anvertrauten oder angewiesenen und inihrer Ordnung zu erhaltenden Stücke des Mühlen-zeuges sich von Zeit zu Zeit in tüchtigem Standebefinden, zu sorgen habe. Um nun dieses richtigzu beurtheilen, muß er die Wissenschaft, welche zueiner gehörigen Abmahlung des Getreides erfordertwird,- hinlänglich erlernet haben; nächst diesem mußer seine eignen Sachen und Verrichtungen so pünkt-lich und genau als nur möglich, halten; fernersich bemühen, alle Fehler an dem-Mühlcnzeugenoch ehe sie sich merklich offenbahren, zu entdecken,solche seinen Untergebenen, noch ehe sie ihm kundgethan werden, zeigen, damit er sich in die nöthige

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