Mühle. zzz
te Gemüther, von welchen nicht selten die Müh-lengeräthe verstümmelt oder irng eingebracht wer-den, zwar nicht aus Unwissenheit oder Ungeschick-lichkeit, sondern theils aus Neid und Mißgunstgegen ihren Nachfolger- welche sie den Verdienstder Arbeit, nicht gönnen, wobey sie vielleicht glau-ben, daß derselbe dadurch soll genöthigrt werden,seinen ihm anvertrauten Dienst von selbst wiederaufzugeben- und ihnen wieder Platz zu machen-zumahl wenn sie wissen, daß derselbe nicht viel Er-fahrung hat; theils aus bloßer Schadenfreude, in-dem sie ein boshaftes Vergnügen daran finden,wenn sie hören, daß ihr Nachfolger viel an denMühlen zu bauen Hat, und wenn er der Mühlen»geräthe nicht sogleich kundig werden kann, sich dieAbmahlung des Getreides und die Führung derGeräthe sehr sauer werden lassen muß- Ferner -findet man auch dergleichen Gesellen- die aus ih-rem Betragen schon selbst den Schluß machen kön-nen, daß ihr Aufenthalt an dem Orte, wo sie inArbeit sind, von keiner langen Dauer seyn möchte:deswegen sind sie in der Führung sowohl- als auchAusarbeitung und Herstellung der verschiedenenGeräthe nachlässig und unbekümmert, und sind derMeinung- wenn die jetzt genannten Stücke nur solange dauerten und umliefen- als sie gegenwärtigwären, nachher möchte ein anderer auch zllsehen,wie er zurechte käme- Dieses etwas umständlicherzu zeigen wollen wir nur eines von Füllmannangegebenen Vorfalls gedenken *).
Nicht selten geschieht es, daß bald äuf diesem,bald auf jenem Mahlgange sich die Haue vermit-telst
S. Füilniaiin's ausführlichere Erklärung der ÄMschläge für die längere Dauer der MühlenrMe, HeiiWz. S. -7 5-