ZZ4 Mühle.
telst welcher der Stein in einem richtigen Umlaufterhalten wird) verziehet, oder los und locker wird,zumahl wenn nicht vorsichtig damit umgegangenwird; zeigt sich dieses, so muß der Stein wiederin seinen erforderlichen Gang gebracht werden.Verbreitet sich aber die vorerwähnte Nachlässigkeitauch über diese Verrichtung, so werden die Steinefalsch und unrichtig gemahlen. Kommt nach sol-chem nachlässigen Gesellen ein anderer auf eine sol-che Stelle, so geschieht es oft, daß derselbe eine lan-ge Zeit zubringen muß, ehe er die Mahlgängewieder in einen tüchtigen Stand bringet; und esvergehen bisweilen viele Tage, ehe er mit den falschgemahlenen Steinen wieder einen Scheffel Getreide,nach guter Art, in der erforderlichen Zeit vermah-len kann. So pflegt es mit mehrern Dingen zuergehen.
Andere Gesellen hingegen haben von der Pdo-frffion eine allzu seichte, und wohl gar irrige Kennt-niß, indem sie darin, was die Fertigung und An-bringung dieses und jenei^ Stückes anlanget, irrigoder doch unzulänglich belehret worden sind» odernicht geschickt genug arbeiten. Z. B. sie arbeitendie Kämme, Stecken, Daumen und dergleichenschlecht aus, geben selbigen nicht die eigentliche Stel-lung, Proportion und das erforderliche Maß, sieverkämmen oder verschirren die Räder übel, setzendie Getriebe unregelmäßig zusammen und halten einBeutelzeug, das nichts taugt, sie führen die Steineunrichtig, zeigen zwar bisweilen einen richtigen Um-lauf vermittelst sogenannter Busen oder Fascnkei-len; aber indem die Steine fast bey jeder Schär,fnng eine andere Stellung erhalten, so darf einesolche Führung nicht gestattet werden. Es ist zwarwahr, daß ein Unkundiger die Unrichtigkeit einesMühleuwerks nicht leicht bemerkt; allein es ist eben