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Sechs und neunzigster Theil, welcher das Ende des Artikels Mühle enthält, und bis Münze, eine Pflanzengattung, geht.
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Mühle. 54z

-aß also auch hierüber ordnungsmäßig gewachtwird. Ohne Mühlenwage bleibe aber den Mül-lern und ihren Leuten, wenn sie einmahl unredlichhandeln wollen, ein weiter Spielraum zu Bevor-iheilungen mancherley Art übrig; und da es noch soviel Länder glbt, wo man keine Mühlenwagen hak,wo sie wenigstens nicht immer uach billigen und fe-sten Grundsätzen angewendet werden: so ist es keinWunder, daß man in vielen Gegenden so endloseKlagen über die Beträgereyen der Müller hört.

Es ist aber vor allen Dingen wohl zu mer-ken, daß viele Mahlgäste selbst den Müllern zuBeträgereyen Veranlassung geben. Sre wollennähmlich den Müller um seinen von der Obrigkeitverordneten, und längst hergebrachten Lohn betrü-gen, indem sie statt i Schcffel l^, auch wohlund 2 Scheffel einsacken, und diese Quantität inder Mühle nur für i Scheffel vermehrn und ver-lohnen lassen. Um nun die Mühle nicht leer ste-hen zu lassen, so ist der Müller gezwungen, diesesdem Mahlgaste zu verstatten, und sich auf eine an-dere Art schadlos zu halten. Hierzu ist derzweyte Knappe, oder so genannte Große, vermögeeiner alten hergebrachten Gewohnheit, verpflich-tet, dem Bauer, das, was er nicht gutwillig znrMetze geben will, heimlich zu entwenden, und esdem Müller für einen geringen Lobn zu bringen,und dieses wissen diese Knappen werkstellig zu ma-chen, wenn auch gleich der Bauer und Mahlgastseine ganze Familie zu Aufpassung mitbringt. Danun diese Mühlbursche ein geringes für dieses Ge-treide von dem Müller bekommen, so unterlassendiese freylich nicht, auch etwas für sich zu nehmen,und solches um den gewöhnlichen Preis an andereLeute zu verkaufen, und auf diese Art muß der

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