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Sechs und neunzigster Theil, welcher das Ende des Artikels Mühle enthält, und bis Münze, eine Pflanzengattung, geht.
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Mundgeschwür. 721

Absceise und Geschwüre am Gaumen erregenleicht den Beinfraß, und daher müssen erstere im-mer, sobald als möglich, geöffnet werden; nur mußman bey der Eröffnung den fleischigeil Gaumennickt durch und durch stoßen, weil sonst eine wi-dernatürliche Oeffm.ng in demselben entsteht, diesich zuweilen zeitlebens nicht wieder schließt. —Auch im Zapfen erzeugen sich nach Entzündungzuweilen Abscesse, welche geöffnet werden müssen.— Der Beinfraß wird nach seiner Ursache, undnach allgemeinen Regeln behandelt. Ist der Gau-menknochen durch und durch cariös, so erfolgt eineOeffnung in demselben, die eine Gemeinschaft zwi-schen bem Munde und der Nasenhöhle erzeugt,welche mit vielen Beschwerden verbunden ist; jazuweilen geht der größte Theil des Gaumens, desVelurn, und des Zapfens verloren. Zuweilenschließt die Natur nach der Absonderung des Schad-haften diese Oeffnnng wieder, vorzüglich wenn ffenicht zu groß, und oberwärtS noch mit der Schleim,haut der Nase bedeckt ist, weshalb man diese Haut,wenn man sie bey cariösen Geschwüren entblößtfindet, möglichst schonen muß.

Wenn nach der Heilung eine kleinere odergrößere Oeffnung im Gaumen zurück bleibt, so»ruß dieselbe verschlossen werden, um das Eindrin-gen der Speisen und Gerranke in die Nasenhöhleu. s. w. zu hindern. Hierzu bedient man such ei,nes Verbandstäcks, welches man den künstlichenGaumen nennt (pslgium nrriffcisie). Am Gau-men findet man auch zuweilen Fleischgeschwälste,die gemeiniglich durch die Zunge so platt und breitgedrückt sind, daß man zu ihrer Grundfläche schweegelangen kann. Man muß daher einen Spatelvorn unter die Geschwulst schieben, und ihren vor-dem Theil vom Gaumen entfernen, damit man einwec. rechn. Enc. XLVl« Th. 3 j EH-