/z6 Mundschenk. Mundspatel.
Mundschenk, derjenige, welcher das Getränk rlne-gropen Herrn in seiner Aufsicht hat, und dasselbebey der Tafel einschenkt, und zuweilen eine hoheReichswärde ist. Pohlen hatte einen Aron-Groß-mundschenken, Litthauen aber einen Großmund-schenken, welche von dem Mronschenkcn in Poh-len, und Schenken in Litthauen noch verschiedenwaren. S. Schenk.
Mundschraube, s. MundspieZel. Auch die Thier«ärzke haben ein Werkzeug, welches sie Mund-schraube nennen, und das zu eben dem Gebrau-che bestimmt ist, wie der Mundspiegel. Diesesist ein von Stahl oder Eisen verfertigtes Werk-zeug, dessen man sich zu Erweiterung des Mundesder Thiere, wenn solcher durch einen Krampf oderirgend einen andern Zufall verschlossen ist, bedi.nenkann, um das Maul zu öffnen. Man mutz aberäußerst selten davon Gebrauch machen, indem manin Gefahr ist, eine Ausrenkung des untern Kinn-backens zu bewirken. Herr D. Ehrmann em-psiehlt solche besonders bey der Hirschkrankheit derPferde. S. Th. rz, S. 766 fl.
Mundschwämmchen, lat. s. Schwämm«
chen.
Mundseire, in fürstlichen Küchen diejenige Seite derKüche, auf welcher allein die Speisen für die herr-schaftliche Tafel zubereitet werden; zum Unterschie-de von der Hofseite, wo für den Hofstaat gekochtwird.
Mundsemmel, Semmel von dem feinsten Weihen-mehl, so wie sie für die Tafel großer Herren ge-backen werden; im mittlern Lat. ?3ues üe boctu».S. unter Semmel und Semmelpasiere.
Mundsparel, ein Spatel bey den Wundärzten, deran seiner Spitze einen spitzwinkligen Auöscbnitt,und den Nahmen davon erhalten hat, weit der
Wund-