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Sechs und neunzigster Theil, welcher das Ende des Artikels Mühle enthält, und bis Münze, eine Pflanzengattung, geht.
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Mundstück.

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ste ein gut Mundwerk hat, die Gabe zu reden«nd sich zu vertheidigen, im reichen Maße besitzt.

Von den beyden ersten Bedeutungen diesesWortes sind hier noch einige besondere Fälle etwasnäher anzuzeigen.

Bey den Flötenmachern ist Mundstück, franz.rucke, das vorderste Röhrchen, oder der Theil,woran ein Basssn oder Hautbois geblasen wird.Es wird von zwey Hälften Rohr zusammen ge»setzt, dessen beyde vordersten Theile plattrund zu-sammen gehen, und sehr genau paffen müssen.Das unterste Ende wird mit einem starken Fadendicht umwickelt, so daß weder da, noch an denSeiten des vordem Theils Luft durch kann. DieseMundstücke verfertigen gemeiniglich geschickte Bas-son- und Hautbois-Bläser selbst.

Bey den Orgelbauern heißt Mundstück das-jenige Holz an einer Pfeife des Schnarrwerks,worin das Röhrchen mit dem Blatte steckt. Einsolches Mundstück steckt in dem Kopfe, der auf dereinen Seite dieses Mundstück, und auf der andernSeite den Körper oder die lange Röhre hat, wo-durch der Schall, den das gleich weiter zu beschrei-bende Mundstück macht, gehen muß. Es sind alsoMundstück, Kopf und Röhre die drey Hauptstäckeeiner solchen Pfeife, in welche sie zerlegt werdenkann.

Mundstück heißt bey den Orgelbauern auchdasjenige Stück an den Orgelpfeifen des Schnarr-werks, als Posaunen, Trompeten u. s. w-, durchwelche der Wind in die Pfeifen blast. Es ist ei-ne rundlich gestampfte Rinne von Messing, an ei-nem Ende offen und von Metall. Diese Rinnewird von oben mit einer flachen Messingplatte, de-ren Dicke groß ist, wenn die Rinne dick, lang undbreit ist, genau als ein Schiebedeckel auf einem