Paplermahkrey der Chinesen. 2li
Papiermahlere^ der Chinesen. .Die Chinesensind seit langen Zeiten im Besitze der Kunst,das Papier mit sehr lebhaften und schönen Far-ben zu bemahlen, die noch das Gute haben, daßsie ungemein dauerhaft sind. Da die europäi-schen Tapetenmahler und andere Künstler, die inWasserfarben arbeiten, diesen Grad der Farben-schönheit nicht zu erreichen wußten, so gab sichunter andern der Herzog von ChaulneS inFrankreich, aus Liebhaberey für dieses Fach, dieMühe, Versuche anzustellen, ob er es nicht aus,sindig machen könnte, worin der Grund dieserSchönheit der Farben bestehe, und das nachfol-gende wirv zeigen, daß er seinen Zweck vielleichtganz erreichte, wenn er etwa auch auf einem an-dern Wege dazu gelängte als die Chinesen.
Der Herzog benutzte die aus China einge-zogenen Nachrichten, und übersandten Zeichnun-
" gen, sonderlich von den Aufrissen und Prosilender chinesischen Pallaste, die, durch den Glanzund die Lebhaftigkeit der Farben, die französi-schen weit übertreffen, und machte sie'auf fol-gende Art glücklich nach. Zuerst macht er bc-merklich, daß sich das chinesische, aus der Bam-busrinde gemachte, Papier zu dieser Mahlereybesser, als das französische, schicke, weil dasselbegleichförmiger, und fast so glatt als Elfenbeinist, worauf wir die Miniaturgemählbe mahlen.Es ist außerdem nicht, wie das ünsrige, mitthierischem Leim gesteift, der mit der Zeit un-unvermerkt in.die metallischen Farben übergehenund solche verändern und dunkel machen soll.Dann zeigt er, daß man die metallischen Farbenniemahls eher gebrauchen müsse, als bis sie ineiner sehr großen Menge heißen Wassers aus-gewaschen sind, weil sie sonst, entweder viel von
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