2l2 Papiermahlerey der Chinesen.
-er Saure, die sie auflöst, oder von Alkali übrigbehalten, durch welches sie niedergeschlagen sind.Da hingegen lassen sich die chinesischen Zeich-nungen mit Wasser waschen, ohne daß davondie Farben abgehen, ob sie gleich Wasserfarbenan sich sind. Er schloß daraus, daß die Chine-sen ihre Wasserfarben nicht bloß gummiren, umdieselben am Grunde fest zu machen, und erversuchte also warmey Pergamentleim anzuwen-den, welches denn auch gut von statten ging.Er that also die wohlgeriebenen Farben in eineMuschelschale, verdünnte' sie mit Gummiwasser,wie man bey der Miniaturmahlerey gewohnt ist,fügte noch etwas Wasser und Pergamentleimhinzu, und sehte die Muschel auf einen schtvacherwärmten Scherben, da denn das Wasser warmwird, und Farbe, Gummi und Leim auflöset.Diese Mischung bequemt sich leicht dem Pinsel,und die Zeichnung und Mahlerey wird so hartwie Leim, und bekommt von kaltem Wasser keineFlecken. Man kann mit der Feder darüber Li-nien ziehen, wie über Papier, ohne daß derSchnabel der Feder in die Farbe eindringen sollte.
Man kann also die Gründung mit Bley-weiß anlegen, und noch lieber mit der Alaun«erde, welche ein vortreffliches Weiß gibt, undGrau mir Alaunerde und Tusche gründen, Gelbmit Massikot, Blau mit Ultramarin, oder mitsehr fein geriebener Schmälte; Grün mit gutausgewaschenem Grünspan, und noch besser mitKupfer in Salpetergeist aufgelöst und mit freyemAlkali gefallt; Roth mit Zinnober, oder mitKarminlack, Gelb mit Neapolitanergelb. Allesolche Farben erhöhet man, wenn man fein ge-riebene Alaunerde zuseht, und mit der Tuscheschaltirr man.
Da