222 Paprerwalze.
Die gute Wirkung, welche man von denPapierarten erhielt, veranlaßte eine Aenderungin dem System ihrer Zusammenstellung. Es istbereits gesagt worden, daß man eine metallneWalze zwischen zwey hölzernen Walzen anbrach-te. Dieses Verfahren ist bey der Leinwand imGebrauch, weil diese nicht den nähmlichen Glanzerfordert, wie die seidnen Zeuge, — und weileine Ersparniß dabey Statt findet, indem mannur eine einzige Metallne Rolle zu erhitzen hat;die papiernen Rollen sind in diesem Falle bloßwegen ihrer Dauer vorzuziehen. Aber nicht ebenso verhält es sich in Ansehung des Glanzes, wel-chen man den durchwirkten und atlaßnen Zeugengeben soll; ihr Schimmer muß den reinen Glanzder Seide haben; und die Oberfläche dieser Zeugewürde, wenn sie in Berührung mit einer Metall!'nen Walze gebracht würden diesen Grad vonVollkommenheit nicht erreichen.
Um ihn zu erhalten, ordne man die Rollenanders; oder vielmehr, man nehme nur eineeinzige von Papier, und zwey von Metall. Dieerste wird zwischen den beyden andern einge-paßt; auf dieser muß der Zeug auf derjenigenSeite eingelassen werden, wo die Zeichnung oderdas Muster sichtbar ist. Nach diesem Durch-gang, bloß zwischen zwey Rollen, wird es glän-zender als wenn es zwischen die drey Rollen ein-gelassen worden wäre, weil die papierne Rolleihren Glanz auf den Zeug absetzt, und weil dieobere metallne Rolle ihm bey jedem Lauf ebenso viel ersesit, als es durch das Reiben unddurch den Druck verloren hatte.
Diejes wird von, denjenigen leicht verstan-den werden, welche von solchen Walzen Gebrauchmachen. Um aber bey einer für die Vollkom-men-