228 P-pirrwaschmaschine.
Papier-waschmaschine, eine Maschine, womit dieLumpen und andere bey der Papiermanufacturnöthige Sachen auf «ine bequeme Weise gewa-schen werden können, ohne daß die Arbeiter sichlange dabey aufhalten dürfen.
Er ist im Art. Papier, Th. ro6, S. 580fl. zwar schon eine Maschine der Art beschrie-ben worden, welche Herr Lüdemann in Heili-gensiadt im Eichöfelde erfunden hat; die nach-folgende, welche von Herrn Ioh. Christ. Stoßzu Neukirchen bey Crimmitschau angegeben wor-den ist, ist aber noch einfacher und vollkomme-ner, und verdient in solchen Mühlen, wo manPlatz zu ihrer Anlage aufbringen kann, daherden Vorzug. Sie unterscheidet sich hauptsächlichvon der Lüdemannischen dadurch, daß sienicht durch ein Getriebe mit dem Holländer inVerbindung steht und durch diesen bewegt, son-dern nach Arr eines Ziehpansters im Gerinneangebracht, und also unmittelbar durch dasWasser in Bewegung gesetzt wird. Man siehtleicht ein, daß man auch hier keinen Trog mitWasser, wie bey der Lüdemannischen Ma-schine unterzusetzen braucht, daß man fernerder Mühe überhoben ist, das reine Wasser durcheine Rinne herbeyzuleiten, und das unreineWasser abzulassen, weil hier das Wasser desGerinnes auf die Tonne fällt, die darin befind-lichen Materialien wäscht, und, nachdem es seineDienste gethan, von selbst abstießt und die Un-reinigkeiten mit sich nimmt.
Auch die Tonne, worin die Hadern, Filzeund Schaafbeine gewaschen werden, hat eineandere Einrichtung. Bey Herrn Lüdemannist solche nur zwey Fuß dick, hier kann sie aberso dick werden, als es die Breite des Gerinnes