2^4 Papiliische Maschine.
Grade der Hitze annehmen, diese den im Was-ser befindlichen Körpern mittheilen, und dadurchWirkungen hervorbringen, die bey dem gewöhn-lichen Kochen nicht möglich sind. In der obigenMaschine kann man vermittelst weniger Kohlen^Knochen, Elfenbein und harte Hölzer auflösen/und auf diese Art, besonders aus thierischenMaterien kräftige Brühen und Gallerten berei-ten. Dionyfittö Papin, ein französischer Arzt,welcher nachher Professor zu Marburg wurde,machte diese Erfindung im Jahr 1681 bekannt,und hatte dabey die Absicht, Safte thierischerund vegetabilischer Körper auf eine leichte undwohlfeile Art auszuziehen. Wilke hat diesenTopf, welcher, um der unglaublichen Gewalt derDampfe auf die Wände desselben zu widerste-hen, ain sichersten aus getriebenem Kupfer berei-tet wird, noch mehr zum öconomischen Gebrau-che eingerichtet.
Die genauere Einrichtung dieser Maschine,die daran versuchten Verbesserungen und dermannigfaltige ökonomische und physikalische Ge-brauch, wozu sie sich anwenden laßt, so wie dienöthige Vorsicht, welche dabey zu beobachten ist,findet man im Act. Äschen, TH.42, S. 28A —gar ausführlich beschrieben und mit Abbildungenerläutert. Ich darf mich hier deshalb dabey nichtverweilen; nur will ich in der Kürze von denneuesten Verbesserungen dieser Maschine einigeNachrichten hinzufügen.
In dem ^.Igemsne X,onsr 6n lbiEttsrliocls,1801, Rr. 2. findet man die Beschreibung einesverbesserten Papinischen Topfes zur Bereitungder Gallerte aus Knochen, nebst Versuchen überdie Verbesserung der Rumsord'schen Armen-suppe, vom O. van Marum. Vermöge der