Pqplin. Papparbeit. 237
ächtlichen Nebenbegriff hat. Daher die Aus-drücke Papistere^, die römisch-katholische Reli-gion (im verächtlichen Sinne), und papistiscb,zur römischen Kirche gehörig, derselben ähnlich,in derselben gegründet.
Paplin, ein halbseidener Zeug, welcher vor mehre-ren Jahren Mode war, und wovon man in denVerhandlungen der Hamburger Gesellsch. I. S.Zio einige Nachricht findet.
Papolarrie, die Verehrung oder Anbetung desPabstes.
Papparbeit, ist die Kunst, in Pappe zu arbeiten,oder aus Pappe allerley Behältnisse und Gerä-the zu machen.
Man pflegte diese Kunst bisher fast allge-mein nur als einen bloßen Zeitvertreib, zur Aus-füllung müßiger Nebenstunden, zu betrachten,übrigens aber ihr wenigen oder gar keinen Werthbeyzulegen. Eine genauere Betrachtung dersel-ben lehrt aber, daß dieses Urtheil höchstens nurdie Art treffen könne, wie man sie bisher er-lernte und ausübte. An sich ist sie allerdingseiner größeren Vollkommenheit fähig, und eslaßt sich außer der Unterhaltung und nützlichenBrschäffligung, welche sie vielsitzenden Personen,besonders der Jugend in den Nebenstunden ge-währen kann, auch sehr gut eine Anwendungim Großen davon machen, zur Verfertigung ei-ner Menge zierlicher und schätzbarer Gerathe,die, wenn sie auf die gehörige Art zugerichtetund lackirt werden, in der Haushaltung eine be-deutende Lücke ausfüllen können. Diese Kunstempfiehlt sich überdem besonders dadurch, daßman, wenn man dieses Geschäft bloß zum Ver-gnügen treibt, keiner besondern Werkstelle bedarf;denn der Apparat von Instrumenten ist nicht