2Z8 Papparbeit.
groß, und laßt sich allenfalls in ein Kästchenoder in eine große Mappe bringen *).
Die Anzahl von Instrumenten, die zu derKunst, in Pappe zu arbeiten, erforderlich sind,ist für diejenigen, die sich bloß zum Vergnügendamit beschäftigen wollen, sehr klein, da manim Gegentheil eine ganze Werkstatt nöthig hat,sobald es auf Geschwindigkeit, Akkurateste undNettigkeit ankommt, um darin nützlich zu wer-den, und sich, wenigstens zum Theil, seinen Un-terhalt damit zu verdienen. — Doch der Zweckder Kunst sey, welcher er wolle, sie werde mehroder weniger als Nebensache getrieben: so ist esimmer für den Anfang genug, wenn man einLineal, ffm besten ein eisernes, einen richtigenWinkelhaken, einen Maßstab, eine Schwere,ein gutes Messer und einen sirkel bey derHand hat; das Uebrige kann man sich nachund nach anschaffen, so wie man in der Kunstweitere Fortschritte macht.
I. Maßstab. Unter dem Maßstabe ver-steht man nicht den gewöhnlichen, in Fuß, Zollund Linien abgetheilten, auch nicht den verjüng-ten, sondern einen schlichten, viereckigen Stabvon hartem Holze, ein bis anderthalb Fuß lang,einen halben Zoll breit und einen Vicrtelzolldick. Zu diesem Maaßstabe gehört noch einevon Pappe verfertigte, zwey oder drittehalb Zoll
lange,
*) Die vorzüglichste und sehr ausführliche Anleitung zu die-ser Kunst ist in nachfolgendem Werke enthalten, — auSwelchem ich hier einiges entlehne, um einen Begriff da-von zu geben: — Der Papparbeiter, oder Anleitung inAaxpe zu arbeiten. Vorzüglich Erziehern gewidmet, vonBernhard Heinrich Blasche, Lehrer an der Erzie-hungsanstalt zu Schnevfenthal. t — titrr Theil, iteAusg. Schnerfenthal, im Verlage der Buchhandlung derErziehungsanstalt, rgoi. E. s. Mit Kupf. iu Th-eben daselbst, 69 S. nebst Register und Zusätze».