240 Papparbeit.
Linien stärker ist, als H.L, wodurch bey o aufbeyden Seiten ein Falz oder Absah entsteh^welcher dazu dient, daß man beym Gebrauchden Schenkel L6 an den beschnittenen Randder Pappe nur anschieben, mithin die richtigeLage des Winkelhakens nicht erst suchen darf.
IV. Zirkel, Gchneidezirkel. Außer dem ge-wöhnlichen Zirkel, welcher ein eiserner seyn kannund dessen Gebrauch der oben beschriebene Maß-stab in den meisten Fallen entbehrlich macht, be-dient man sich auch bey der Papparbeit einesGchneidezirkels, d. h. eines solchen, dessen einerSchenkel mit einem Messer versehen ist, um diePappscheiben, welche bey cyl'ndrischen ^Arbeitenso häufig vorkommen, ohne Vorzeichnung sogleichausschnciden zu können; denn das Ausschneidender Scheiben aus freyer Hand nach vorgezeich-neten Zirkellinien ist nicht nur sehr unbequem,sondern auch zeitraubend. Man lasse sich alsoeinen hölzernen Zirkel mit dem Quadranten Fig.6Z04. verfertigen. Beyde Schenkel sind gegendas Ende bey s s mit Eisen oder Messing be-schlagen. Das Beschläge des Schenkelshat am Ende bey L eine Spalte, in welche einkleines zweyschneidiges Messer paßt, das mittelsteiner Schraube c. welche ganz durchgeht, festge-schraubt werden kann. Auch laßt sich vermögedieser Einrichtung das Messer bey jeder Eröff«nung des Zirkels senkrecht gegen die Flache derPappe richten, damit, besonders bey großenScheiben, der Rand nicht zu schräg werden kann.Derselbe Schenkel des Zirkels kann überdießvermittelst der Stellschraube ß und des Qua-dranten, über welchen er geht, in jeder beliebigenEröffnung festgestellt werden. Beyde, sowohlder xewdhnliche, als der Schneidezirkel dürfen
übrigens