Papparbeit. 279
druck machte. Man fährt auf dieselbe Weisefort, die übrigen Winkel zu bestimmen und ein-zuschneien, bis man wieder an das rechtwink-lich beschnittene Ende kommt, über welches nun-mehr der noch übrige Theil des Streifes hinaus-ragt, und wo man ebenfalls mir einem Eindruckdas zweite Ende bestimmt und die Pappe da-selbst rechtwinklich durchschneidet. Beyde En-den werden alsdann auf dem Bindebrete ebenso, wie bey cylindrischen Sachen verbunden. Zudiesem Deckel fehlt nun noch der Boden, dessenLange und Breite jedoch mit Hülfe des Maaß-stabes leicht zu bestimmen ist; man schneidet ihnaus und leimt ihn ein, wie die Scheiben in cy-lindrische oder ovale Dosen.
b. Schiebdeckel.
Die Hauptsache bey dieser Art von Dek-keln ist die Fuge oder Nute, worin das flacheStück Pappe, woraus der Deckel besteht, laufensoll. Um diese Fugen zu machen, welche an dreySeiten deö Kästchens angebracht werden sollen,schneide man drey schmale Pappstreifen, ohnge-fähr drey bis vier Linien breit und mache zweydavon der Lange zweyer einander gegenüber ste-hender Seiten gleich; der dritte hingegen muß,wie man leicht sieht, um die doppelte Starkederjenigen Pappe, von welcher die Streifen ge-schnitten sind, kürzer werden, als die Seite desKästchens, zu welcher er gehört. Diese Streifennun, welche vollkommen einerley Breite habenwüsten, werden nach vec Zusammenfügung derWände oben an die inwendige Seite derselbendergestalt geleimt, daß beyde Kanten, nähmlichder Streifen und der Wände gleich hoch d. l.
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