Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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281
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Papparbeit. 281

c. Scharnierdeckel.

Wenn man endlich den Deckel, er sey nunganz flach oder mit niedrigen Seitenwanden oderauf andere Art gemacht, durch ein Scharnieran seinen Haupttheil befestigen will, so kannman dieses am besten auf folgende Art bewerk-stelligen. Man legt den Deckel, wenn er, wiedas Kästchen selbst, mit senkrechten Seitenwan-den versehen ist, mit der Mündung auf dieMündung des Haupttheils so gerade, als mög-lich, oder als nöthig ist, um das Kästchen voll-kommen zu verschließen. Da, wo das Schar-nier hinkommen soll, klebt man über die beydenzusammenstoßenden Ränder des Deckels undHaupttheils einen Streif Papier und läßt estrocknen. Dieses geschieht bloß deswegen, da-mit, wenn man das Kästchen hernach aufmacht,um das Scharnier, welches inwendig angebrachtwird, zu verfertigen, der Deckel sich währendder Arbeit nicht verschieben kann.

Ist also die verklebte Stelle trocken, somacht man den Deckel so weit auf, als es geht,d. h. bis beyde Mündungen, nähmlich des Dek-kels und Haupttheils in einerley Fläche zu liegenkommen. In dieser Lage wird nun der Deckel,der, weil er niedriger ist, natürlicher Weise nichtbis auf den Tisch reicht, worauf das Kästchensteht, unterstützt, indem man genau so viel un-terlegt, als nöthig ist, den Zwischenraum zwi-schen Deckel und Tisch auszufüllen. Hieraufsticht man mit einer Pfrieme an zwey Orte»Löcher durch die Wände, nahe an beyden En-den derselben, doch nicht zu tief unter den gleichhoch stehenden Rändern. Durch diese Löcherwird nun ein Faden mehrmahls durchgezogen

S 5 und