Papparbüt. 289
die gehörige Rundung geben kann. Man be-streiche es nun auswendig überall mit dünnemLeimwasscr *), und lasse es wieder trecken wer-den. Unterdessen wird ein Stück Bimsstein aufeiner Ziegelplatte oder ein feiner Sandstein aufeinem gröbern platt geschliffen. Mit einem sclchen Polirsteine reibt man das geleimtraulketrockne Pennal sd lange überall ab» bis die mei-sten Ungleichheiten weg sind. Nach dieser Ope-ration wird ein Streif starken Notenpapiers,welcher wenigstens dreymahl um das Pennalherumreicht, an lbeyden Enden mit Schaftdalmoder Bimsstein dünn gerieben, und das Pennaldamit bis an den Falz überzogen. Das Abrei-ben der Enden mi c Schafthalm, diesem sehr be-kannten Polirmitte l, geschieht deswegen, damitder Absatz der Parierenden nach dem Ueberziehnnicht merklich werde. Das Uebcrstchen selbstmuß mit vieler (ZZorgfalt geschehen, d. h. dasPapier muß übereil! vollkommen anliegen, dieRänder müssen besonders da/ wo der Falz an-geht, so gerade als möglich über einander liegen.Da das steife Papuer sich beym Ueberziehn nichtgut behandeln läßt, so taucht man dasselbe, umes geschmeidiger zu miachen, vor dem Bestreichenmit Kleister, in Wasser und trocknet es auf ei-ner Wellpappe mit einem Tuche wieder etwas"b. Der Kleister selbst muß nicht nur viel Con-ststcnz und Bmdckra ft haben, sondern auch sogleichförmig als mög! ich d. i. von allen Knollenfrey seyn, welche Ungleichheiten in die Oberflä-che
*) Zur Bereitung dieses keiiiiwasserS wird der Tischlerleimeben so behandelt, wie oben gezeigt worden, nur nimmtman verdälrnisinäßig Met mehr Wasser dazu, und sichernschhet das gekochte, ne ch warme teimwasser, zur AblEdernng der.Unreinigkeit« n, durch ein lelneue» k-uch.
Dek. rechnot. Eric. LVlt.Lft. T