292 Pappatbeit.
Uebereinanderleimen solchen Papieres bis zurStärke einer Pappe, wie es auch oft die Buch-binder zu machen pflegen *). Man windet dasvorher durch Wasser gezogene und mit Kleisterbesirichenc Papier dicht um die Form herum,bis die daraus entspringende Pappe die beliebigeStärke erreicht hat, doch muß derjenige Theildes Papiers, welcher unmittelbar an die Formzu liegen kommt, vom Kleister frey bleiben, weilman sonst die Form nicht wieder herausbringenwürde Auf sorgfältiges Aufstreichen des Pa-piers beym Herumwinden um die Form kommthier das meiste an, denn wenn irgendwo dasPapier nicht dicht genug anliegt, so entstehenRunzeln, welche sowohl inwendig Zwischenräume,als auswendig Unebenheiten zur Folge haben,mithin der Schönheit sowohl, als der Festigkeitder Arbeit nachtheilig sind. — Da es schwer ist,bey Verfertigung des Falzes, die Ränder desPapiers so gerade über einander zu legen, alserforderlich ist, um einen regelmäßigen Absahhervorzubringen, so muß dieser nachher, wenndie Arbeit trocken ist, mit einem scharfen Feder-messer beschnitten, oder wenn es ein cylindrischesStück ist, auf der Drehbank abgestochen werden.
Die auf solche Art verfertigten Stücke wer-den nachher eben so polirt, wie oben gezeigtworden. — Sehr kleine Stücke lassen sich nächdieser Methode besser, als von ordentlicher Pappeverfertigen, bey größer» Arbeiten hingegen wür-de man zu viel Zeit und Mähe darauf verwen-den müssen, und für diese ist daher die vorher-gehende Methode weit vorzuziehen.
Wiewohl der Hauptzweck dieser beyden Pro-ceduren dieser ist, den Arbeiten eine feine Ober-fläche
Hiervon bandelt der Art. Papiermache.