Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
Seite
293
JPEG-Download
 

Papparbeit.

291

flache zu verschaffen, so erhalt man doch da-durch zugleich einen andern sehr schätzbaren Vor-theil, nähmlich «ine sehr große Festigkeit, welcheden auf solche Art verfertigten Stücken eineungleich größere Dauer, als die gewöhnlichenPapparbeiten haben können, verschafft.

Unter die Mittel, der Pappe eine ferne,ebene Oberfläche zu geben, ist auch noch das Ab-drehen derselben auf der Drehbank z" rechnen,nebst der dazu erforderlichen Vorbereitung. Diecyiiudrischen Stücke, welche auf der Drehbankbearbeitet werden sollen, bindet man erst, wiegewöhnlich, mir Papierstoffen, bestreicht sodanninwendig die verbundene Stelle mir nicht zustarkem Leim, und wenn dieser trocken ist, reißtman die Papierftrcifcn wieder ab. Dieses letzteregeschieht deswegen, damit die flüssige Materie,womit hernach getränkt wird, auch an dieserStelle eindringen und die Pappe durchziehnkönne. Diese flüssige Materie ist nähmlrch schlechttec Bernsteinlack, womit man den Papiercylinderüberall von außen und von innen bestreicht.Nachdem sich der Lack völlig eingezogen hat,schiebt man den Cylinder auf seine wohlpassendeForm, und stellt ihn in einen heißen Backofen,doch so, daß die Pappe den Ofen nicht berühre.Wenn man nach einigen Stunden den Cylin-der wieder herausnimmt, so wird die Pappe ganzhart und braun geröstet erscheinen, und in die-sem Zustande laßt sie sich auf der Drehbankglatt drehen und überhaupt wie Holz bearbeiten.Wer also selbst eine Drehbank besitzt, bekommthierdurch Gelegenheit, sich mancherley Sachenviel schneller, als von Holz verfertigen zu können,denn die Zeit und Mühe, welche auf das Ab-schroten und Hohldrchen des Holzes