Band 
Hundert und siebenter Theil, welcher die Artikel Papieradel bis Pasternak enthält.
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zo8 Papparbeit.

Verzierung, mit starkem Seifenwasser subtil undgleichmäßig, damit sich hernach der Abdruck leichtablösen läßt. Zum Abdrücken selbst könnte mansich am besten einer kleinen Presse bedienen, einerPresse mit einem Querbalken, in dessen Mitte dieSchraube angebracht ist. Man legt die befeuch-tete Pappe gerade unter die Schraube, auf einglatt und gleich gearbeitetes Bretchen von gu-tem Birn - oder Apfelbaumholze, dann legt mandas Original auf die Pappe, und auf dieses wie-der ein anderes Bretchen, welches nicht viel grö-ßer, als das Original seyn darf, und in der Mit-te eine Vertiefung für das eingreifende Endeder Schraubenspindel hat. Wahrend des Zu-schraubens hält man den ganzen Apparat mitder linken Hand in der gehörigen Lage fest, da-mit sich nichts verrücke, und nach einigen Mi-nuten nimmt man den Abdruck heraus, und läßtihn in gelinder Wärme trocknen. Hierauf be-schneidet man die Pappe worauf der Abdruckbefindlich ist, mit Scheere und Federmesser, —im Fall man dem Stücke nicht vorher schon diebeliebige Form gegeben hat, — tränkt alsdanndas Ganze mit dünnem Fisch - oder Pergament-leimwasser, und giebt dem Abdruck einen beliebi-gen Farbenanstrich. Die Farbe muß zu diesemBehuf nicht nur an sich von sanfter Beschaf-fenheit seyn, sondern sie muß auch sehr fein ge-rieben, sorgfältig eingerührt, und eben s» sorg-fältig, nähmlich so dünn als möglich aufgetra-gen werden, damit sie die feinen Vertiefungendes Abdrucks nicht ausfülle. Eben so vorsichtigwird auch, wenn man nachher lackiren will, derLackfirniß aufgetragen. Will man die Abdrük-ke vergolden, so trägt man nach dem Leimträmken erst einen Weingeistfirniß von Gummilack,

dann